Mosambik im Kampf gegen Malaria

Malaria wird durch Mücken übertragen. In vielen Gebieten begünstigt das Klima das ganze Jahr hindurch ihre Verbreitung. Nach der Regenzeit erreicht die Zahl der Krankheitsfälle regelmässig ihren Höhepunkt.

Eine düstere Statistik
Malaria ist eine der häufigsten und schwerwiegendsten Tropenkrankheiten. Sie wird durch den Stich der infizierten Anopheles-Mücken übertragen. Allein in Subsahara-Afrika sterben 6-7’000 Menschen pro Tag an Malaria. Alle 30 Sekunden wird ein Kind durch die vermeidbare Krankheit in den Tod gerissen. Die meisten von ihnen sind weniger als fünf Jahre alt.

Landesweite Herausforderung
Mosambik hat rund 19 Millionen Einwohner. Malaria schwächt deren Produktivität, verringert die Schulbesuche der Kinder und verursacht unsägliches Familienleid. Die Tropenkrankheit, gegen die es bis dato keine Impfung gibt, ist auch die häufigste Todesursache in Mosambik. Parallel zu den anderen Epidemien verzögert Malaria die wirtschaftliche Entwicklung und stellt Gesundheitsdienste vor grösste Herausforderungen.

Malaria-Kontrollprogramm
Als Reaktion auf diese Situation zielt das Nationale Malaria-Kontrollprogramm (Programa Nacional de Controlo da Malária, PNCM) darauf ab, die Krankheits- und Sterberate drastisch zureduzieren. Prophylaxe gegen Malaria ist möglich, bleibt aber der lokalen Bevölkerung aus finanziellen Gründen verwehrt. Anders bei Moskitonetzen: Sie bieten während der Nacht einen hohen und effektiven Schutz.

Mercy Air transportiert Moskitonetze
Die Regierung treibt die Verteilung von Moskitonetzen zusammen mit PNCM und den lokalen Gesundheitsposten soweit wie möglich voran. Doch leider bleiben unzählige Dörfer wegen ihrer Abgeschiedenheit unversorgt. Um dem gezielt entgegenzuwirken, bat der lokale Dorfamman von Marromeu Mercy Air um Luftunterstützung. Unser Helikopter transportierte innert Kürze tausende von Moskitonetzen in die Dörfer des Sambesideltas.