Hungersnot in Mosambik

Die Lage entspannt sich nur langsam.
Anhaltende Dürre hielt die Menschen in der Provinz Sofala weiterhin in Schach. Der Bezirksverantwortliche Joaquim Arota beantragte eine weitere, dringend benötigte Nahrungsmittelverteilung in mehreren stark betroffenen Dörfern.

Unbürokratische Zusammenarbeit
Nach einer ersten Intervention vor ein paar Monaten wurde auf verschiedenen Erkundungsflügen die Nahrungsmittelsituation der Bevölkerung in zahlreichen Dörfern kontrolliert. Es wurde klar ersichtlich, dass trotz erneuten Aussaaten vielerorts nichts gewachsen war. Nach der Erstversorgung musste sich nun nahtlos eine weitere Massnahme anschliessen: Der Bezirksverantwortliche beantragte eine zweite, grössere Menge Nahrungsmittel und erhielt diese auch vom World-Food-Programm der UNO. Erneut stand die lokale Regierung vor der unüberwindbaren Hürde der Feinverteilung in die betroffenen Dörfer des auf dem Landweg unzugänglichen Sambesideltas. Joaquim Arota bat Mercy Air wieder um Transporthilfe per Helikopter. Auf dem Luftweg wurden mehrere Tonnen Hirse und Bohnen zu der in Not lebenden Bevölkerung geflogen.

Kostenlose Hilfe
Während des Planungstreffens mit Verantwortlichen auf dem Regierungsposten wurde schnell klar, dass es sich diesmal um eine noch grössere Menge an Notversorgung handelte. Die lokalen Regierungsverantwortlichen boten Hilfe an, wo sie nur konnten, aber für die Kosten der lebensrettenden Flüge kam Mercy Air auf. Dies ist nur dank treuen Spendern möglich.
Die Regierung stellte einen Traktor mit Anhänger zur Verfügung, der in mehreren Fahrten die Nahrungsmittelsäcke sowie 1000 Liter Flugpetrol unter schwierigen Verhältnissen an das Ende der Schotterpiste im Dorf Malingapanse transportierte. Dort hörte der Weg auf. Von dort wurden die zahlreichen Säcke mit dem Helikopter in Frachtnetzen per Aussenlast punktgenau zu den Dörfern transportiert.

Regierung bedankt sich
Für die unkomplizierte Hilfe per Helikopter zu den Dörfern Nkonde, Njaua- Njaua sowie Luwawe bedankte sich der Bezirksverantwortliche Joaquim Arota nicht nur mündlich bei der ganzen Mercy-Air-Crew, sondern auch mit einem offiziellen Schreiben. Dass Mercy Air so direkt und unkompliziert helfen konnte, beeindruckte ihn und die Mitarbeiter des lokalen Regierungspostens sehr. Die Zusammenarbeit hat wirklich problemlos geklappt – die Hilfe aus der Luft ist angekommen!